Müll im TV – Fasten mal anders

 

Hallo liebe Lemonmind-Freunde,

Unter „Lemonmind“ wirst du immer mal wieder interessante Themen zu Yoga, Ayurveda sowie zu Gesundheit und Prävention finden.

Passend zur baldigen Fasten-Zeit möchte ich Dir mal zwei ganz andere Ansätze für den Verzicht vorschlagen. Natürlich schließt das eine traditionelle Fastenzeit nicht unbedingt aus. Im Gegenteil! Du kannst dies durchaus zusätzlich zum ernährungstechnischen Fasten ergänzen.

Das obige Bild habe ich bei unserer letzten Yoga-Reise in Griechenland gemacht. Dort wurde ein defekter Fernsehapparat als Mülleimer benutzt. Sehr treffend, wie ich fand. Es verbindet für mich zwei große Aspekte, die mir persönlich sehr am Herzen liegen.

  • Müll im Fernsehen
  • Plastikkonsum

Kommen wir zunächst zum ersten Punkt.

Seit Ostern 2018 habe ich mich entschlossen, eine TV Pause einzulegen. Für mich war diesbezüglich einfach das Maß voll. Warum?

Schon während der Yoga Ausbildung habe ich ein Bewusstsein dafür entwickelt, mit welcher Information ich mich nähre. Welche Nahrung tut mir gut, welche nicht? Dies kann man ebenso gut für die gesamte digitale Welt verwenden.

Und Fernsehen zu schauen wurde mir zunehmend zu einem Dorn im Auge.

Schon in meiner Kindheit war es völlig normal, dass man mit enorm hohen Fernsehkonsum seine freie Zeit verbrachte. Damit bin ich aufgewachsen und hielt es lange Zeit für selbstverständlich, sich abends oder am Wochenende vor die Glotze zu setzen, ohne darüber nachzudenken.

Folgende Punkte sprechen für mich mittlerweile dagegen:

  1. Zeitverschwendung – Hast du schon mal wahrgenommen, wie viel Zeit du damit eigentlich vergeudest? Ich bin nicht mehr bereit, einer meiner wertvollsten Resourcen sinnlos zu nutzen. Es gibt so tolle Möglichkeiten, seine Zeit kreativ oder sportlich zu füllen. Mit Freunden treffen, spazieren, wandern, lesen, lernen und, und, und … Wenn jemand sagt er hat keine Zeit für ein neues Hobby, einen Sprachkurs oder sonst was, dann darf diese Person gern noch mal über seinen Fernseh- oder Internetkonsum nachdenken. Diese Zeit bekommst du nie mehr zurück und wir leben immer noch so, als hätten wir unendlich viel davon.
  2. Stress – Wie viele kommen gestresst von der Arbeit heim, und glauben das Fernsehen schauen dann die entspannende Maßnahme Nr.1 ist. Fakt ist, dass hier der Schein trügt. Du gibst dir vielleicht eine Möglichkeit, dich zu setzen, es dir gemütlich zu machen und auszuruhen vom Alltag. Eventuell möchtest du dich dadurch auch von nervigen Themen der Arbeit  ablenken. Doch tatsächlich speichert unser Unterbewusstsein ALLES! Diese Themen werden wieder auftauchen, wenn sie nicht bewusst angegangen werden. Spätestens im unruhigen Schlaf hinterher. Zusätzlich saugen wir auch noch alle Negativität des TV-Programms wie ein Schwamm auf. Mord, Verbrechen, Kriege… Und reale Morde zeigen mittlerweile die Nachrichten vor laufender Kamera. Wahnsinn! Wir stumpfen dabei ab und werten Gewalt dabei zunehmend gleichgültiger. Ich gestehe ja ganz ehrlich, ich liebe Krimis und werde dann gerne zur leidenschaftlichen Mrs. Homes. („Dr. Watson“ bin ich ja schon… 😉 ) Aber, wenn es mich wirklich wieder zieht, geh ich dann gerne ganz bewusst ins „gute“ Kino und schau mir dort einen „wert-vollen“ Film an.
  3. Hypnose – Ständige Werbung erfüllt ihren Zweck, wenn du beim nächsten Einkauf genau dieses Produkt kaufst, um dadurch gesund, schlank, fröhlich und zufrieden sein zu können. Was für ein Müll saugen wir damit eigentlich auf? Nicht nur, dass diese Unterbrechungen nerven, auch dass du zu einem ferngesteuerten Zombie wirst, wenn du nicht gerade die Werbung bewusst für eine Studie der Verblödung nutzt. Jetzt weiß ich auch, warum das Gerät auch „Matt“-scheibe genannt wird.
  4. Suggestion – Das Fernsehprogramm vermittelt dir fast mit jeder Minute, dass du nicht perfekt bist. Das du nicht gut aussiehst, nicht schlank bist und du nicht den richtigen Partner hast. Reality ist recht selten im Heimkino und wie viele lassen sich unbewusst manipulieren von dem „perfekten Leben“ hinter dem Bildschirm. Vorstellungen und Ideale, sowie Werte verändern sich. Mein Tipp! Bleib echt, überdenke deine Werte und lass dich nicht von falschen Vorstellungen beeinflussen. Nichts anderes läuft hier rauf und runter, sowohl für Kinder als auch für Erwachsene, und das den ganzen Tag.
  5. Krankheit – Erst hast du eine einseitige Haltung während der Arbeit und dann hast du eine träge Haltung vor der Röhre, wenn das deine Wahl war. Dein Körper degeneriert so mehr und mehr. Du kannst entscheiden, ob du Körper und Geist einen tatsächlichen Ausgleich vom Alltag gibst oder eben nicht. Führst du als Couchpotato wirklich ein erfülltes Leben? Ausgleich geht auch anders und dabei kannst du viel besser auf gute Ideen kommen. Yoga kann der absolute “Gamechanger” sein. Du bewegst deinen Körper ganzheitlich, beruhigst bewusst deinen Geist, förderst dein Herz-Kreislaufsystem, atmest durch und kommst in die Stille. Ich kenne Wenige, die sich danach noch vor die Glotze setzen möchten. Das wäre wirklich die reinste Verschwendung. Du kannst diese Energie super für eine neue Ausrichtung in deinem Leben nutzen oder für einen gesunden Schlaf.
  6. Unbewusstheit – In dem wir uns grenzenlos berieseln lassen, schalten wir unser Bewusstsein komplett ab. Wir geben dem Fernsehen und dem entsprechenden Programm die Macht darüber, was alles in uns wirken darf. Die Vorstellung finde ich mittlerweile gruselig. Ich muss nicht immer bis ins Detail meines Lebens die Kontrolle haben, was übrigens eh nicht geht, „Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt“, aber die meiste Zeit möchte ich doch gerne Herr meiner Gedanken sein, denn das ist ja schließlich auch Ziel für ein selbstbestimmtes Leben. Auch wenn dies ein langer Weg sein kann, verkürzt der Verzicht auf TV diesen doch erheblich.
  7. Konsum – In einer Welt voller Möglichkeiten, wird es mehr und mehr wichtig, sorgfältig den Konsum zu überdenken. Ob ich mir unbedingt den Kredit für das neue Auto, Haus oder sonst was holen muss, damit ich vermeintlich glücklich werde. Oder dringend der Mode nachgehen muss, die jetzt angesagt ist, ist ein Teil, der nicht gerade für Nachhaltigkeit sorgt. Der andere Teil hat mit dem Konsum vor der Flimmerkiste, dem Essen bzw. Trinken zu tun. Für mich wird es zunehmend wichtiger, mein Essen bewusst zu mir zu nehmen. Wie wir unser essen zubereiten und mit  welcher Energie wir es aufnehmen ist enorm wichtig. Erstens merkst du    gar nicht, wie viel du in dich rein schaufelst, wenn du währenddessen fern schaust, und zweitens funktioniert die Verdauung beim Horrorfilm oder negativen Informationen nicht wirklich gut. Denn auch die Informations-Nahrung muss verdaut werden. Daher ist es für mich essentiell wichtig geworden, das Ritual des Essens zu verändern. Es dankt sowohl die Verdauung, deine Energie und letztendlich der Koch / die Köchin, die sich liebevoll die Zeit genommen hat, etwas Leckeres zu zaubern.

Also, warum nicht mal 40 Tage auf die Matt“-scheibe verzichten und wert-volle Zeit für sich entdecken?

Wer sich auch wegen des hohen Plastik-Konsums in unserer Welt ernsthafte Gedanken macht, der kann gerne das Plastik-Fasten ausprobieren. Das habe ich schon vor einigen Jahren mit meinen Kindern gemacht und ist mittlerweile gar nicht mehr so schwer, wie es früher war. Wenn du z.B. Basen-Fasten möchtest, dann kannst du das damit verbinden und alles dafür vom Markt oder in „Unverpackt“ – Läden holen. Hier habe ich eine ganz schöne Seite für diese Läden und weitere tolle Tipps diesbezüglich gefunden: https://11ie.de/

Wenn du erst mal wahrgenommen hast, dass das durchaus gehen kann, integrierst du es vielleicht auch mehr in der Zeit nach dem Fasten. Das wäre sozusagen eine Win-Win Situation für dich und unsere Mutter Erde.

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Ausprobieren!

Ach ja, und wenn wer noch einen gut funktionieren Fernsehen benötigt, ich hätte da noch einen. 😉

Herzliche Grüße & Namaste´

Nicole

 

 

 

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