Umarme den Winterblues und geh’ mit ihm tanzen!

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Wir alle kennen das. Herbst und Winter haben wunderschöne Seiten, doch manchmal macht uns die Dunkelheit etwas zu schaffen. Wir werden schneller müde, haben weniger Energie und Schwung und fühlen uns schlapp.

Ich finde es wichtig, dass man in aller erster Linie versucht, die Umstellung des Körpers zu akzeptieren und nicht dagegen ankämpft, da es ein ganz normaler Vorgang zu dieser Jahreszeit ist. Der Körper holt sich jetzt die Erholung und Ruhe zum Ausgleich der vergangenen „schnellen“ Zeiten. Jetzt darf es etwas langsamer werden. Diese Zeit lädt ein zum Rückzug, Kerzenlicht und guten Büchern. Plätzchen backen mit schöner Musik oder Hörbuch und sich mit dem Weihnachtsduft des Gebackenen verwöhnen.

Sollte es dich tiefer ziehen als eine Wintermelancholie,
dann hab ich hier ein paar Tipps für Dich:

1. Spazieren Gehen
Ob es regnet oder schneit, Tageslicht ist essentiell für unser Gemüt. Erledige soviel, wie möglich zu Fuß. Außerdem können dabei Gedanken besser verarbeitet werden und es wirkt oft befreiend. Zwinge dich regelmäßig rauszugehen und du wirst den positiven Effekt bald spüren.

2. Bewegung
Bewegst du deinen Körper, bewegst du deinen Geist. Nur in einem trägen Körper haben trübe Gedanken Platz. Spazieren und Wandern im Wald oder Park gibt dir zusätzlich die erholsame Umgebung und frische Luft der Natur mit. Nehme die Sinneseindrücke bewusst wahr. Und hier einer meiner beliebtesten Bewegungsmöglichkeiten:

3. Tanzen
Für mich gehört Tanzen zu einer, der meist befreienden Bewegungen. Dein Körper wird durch die fließende Bewegung wach gerufen. Die Musik bringt dich in Schwung. Schwingen unsere Zellen und Gelenke, zieht der Geist nach und hellt sich auch wieder auf. Zusätzlich kann Tanzen Verspannungen lösen. Hast Du das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren, lege z.B. afrikanische Musik auf und tanze dazu. Ich habe mehrere CD’s von PUTUMAYO World Music. Die CD’s gibt es im Internet oder auch in Dritte Welt oder in manchen Bio-Läden. Einfach nur wunderbar! Auch ein tolles Geschenk! Gleichzeitig unterstützt du internationale Hilfsorganisationen.
Oder gehe einfach auf ein gutes Konzert, zum Tanzen in eine Location deiner Wahl und lass dich anstecken von und mit anderen.

4. Singen
Du glaubst, du kannst nicht singen? Egal! Sing einfach im Auto mit, zum Lied was im Radio oder zur eingelegten CD läuft. Musik kann einen hohen Einfluss auf uns nehmen. Deshalb wähle bewusst die Musik aus, die dir auf die Sprünge hilft. In welche Stimmung möchtest du eintauchen? Leg die passende Musik auf, die dich wieder auf andere Gedanken bringt. Durch das Singen kommt unser Zellwasser wieder zum Schwingen. Es bewegt sich was von innen und überträgt sich ins Außen. Du willst nicht alleine singen, dann such dir einen Chor nach deinem Geschmack.

5. Yoga, Yoga, Yoga
Klar, dass ich hier auch in eigener Sache Werbung mache! Wenn Du es bis jetzt noch nicht gemerkt hast, ich bin absolut überzeugt von Yoga. Ich mache es jetzt schon seit 16 Jahren und könnte eine Studie machen, über die sanfte aber wunderbare Wandlung, die mit Yoga einhergehen kann. Es ist eben nicht einfach „nur“ Yoga. Viele sehen dahinter nur die Bewegungsabläufe. Doch es verbirgt sich eine große Philosophie und ein wirklich ganzheitliches Konzept dahinter, was sich schon über 3000 Jahre bewährt hat. Tatsächlich sind die Bewegungsabläufe daraus entstanden, dass man bequem und ohne Rückenschmerzen in der Meditation verharren kann. Sowohl die Yogabewegungen, Atemübungen und Meditation kann dir während des Winterblues eine gesunde Unterstützung sein. Yoga, richtig ausgeführt, kann Antidepressiva ersetzen. Wenn wir in diesen Phasen extrovertierte bzw. Herz-öffnende Übungen ausführen, weitest du deinen Brustraum mit Herz und Lunge. Die Atmung kann sich vertiefen und das Herz bekommt mehr Platz und Aufmerksamkeit. Auch hier zieht der Geist Stück für Stück nach.

Das Herz sitzt inmitten unserer anderen energetischen Ebenen und vermittelt zwischen ihnen. Hierzu kann ich dir meinen Workshop am 12. Dezember 2015 „Herzchakra und Meditation“ wärmstens empfehlen.
Ansonsten ist natürlich der Besuch eines regelmäßigen Yogaunterrichts sehr förderlich und du lernst auch alle anderen Energieebenen mit den verschiedenen Atemtechniken kennen. Die Wirbelsäule wieder aufzurichten, führt automatisch zu einem aufrechten Gang. Statt den Kopf hängen zu lassen, hebst du ihn jedes mal aufs Neue wieder hoch, was eine wesentliche Veränderung im Kern deines Inneren bewirkt. Probiere es aus!

„Gesundheit ist Reichtum –
geistiger Frieden ist Glück –
Yoga zeigt den Weg!“

Swami Vishnu Devananda

In diesem Sinne wünsche ich euch eine entspannte und besinnliche Adventszeit!

Nicole

Was ist meine Absicht?

In jeder Stunde frage ich meine Schüler mit welcher Absicht sie in die Praxis gehen möchten. Das kann Achtsamkeit, Bewusstsein, Gelassenheit, liebevolles Üben oder „Frieden finden“ sein. Man kann die Praxis aber auch einer Sache oder Person, nicht zuletzt sich selbst, widmen.

Eine Intention zu haben macht dir bewusst, für was du da bist. Du bist zentrierter und erinnerst dich an den Wert dessen, was du tust für dich und für andere. Denn bist du entspannt, haben Deine Mitmenschen auch etwas davon oder lassen sich vielleicht sogar anstecken. Inspirierende Worte oder Sätze können unsere Entschlossenheit ausdrücken und helfen, sich zu ordnen.

Natürlich habe auch ich eine Absicht, die ich mir jedes Mal vor dem Unterricht in Erinnerung rufe. Immerhin schenken sich meine Teilnehmer 90 Minuten Ihrer wertvollen Zeit. Und diese Zeit soll ein Geschenk sein. Ich hole den Menschen dort ab, wo er gerade ist. Ob total gestresst von der Arbeit, direkt aus dem Stau, oder genervt, erschöpft, traurig, verärgert, verspannt oder auch gut gelaunt.

Gute Laune wollen wir natürlich beibehalten. Bei mir darf auch gelacht werden. Lachen entspannt! 🙂 Und ich freu mich, wenn’s den Schülern gut geht.
Anschließend kommen wir wieder fabelhaft in die Konzentration. Denn das ist meine Absicht. Ich möchte den Schülern helfen, die 90 Minuten so wertvoll wie nur möglich zu gestalten. Im JETZT anzukommen, den „Monkeymind“ zu beruhigen und sich in seiner ganzen Präsenz wahrzunehmen.

Unsere westliche Kultur ist sehr kopflastig und wir sind meist in der Vergangenheit oder Zukunft. Das Leben findet jedoch in der Gegenwart statt. Das ist das Wertvollste, was wir haben. In der absoluten Gegenwart finden keine Sorgen, keine Ängste statt. Im JETZT werden die Sinne wach. Wir fühlen, schmecken, riechen, sehen viel intensiver, als es sonst möglich ist. Das Leben zieht nicht an uns vorbei. Wir leben es im Moment. Das einzige, was wir tatsächlich besitzen.

Unsere Intuition, das wertvollste Instrument überhaupt, wird viel stärker wahrgenommen. Sie zeigt uns den wahren Weg. Doch sie wird nur im absoluten Bewusstsein wahrgenommen. Dieses einzigartige Werkzeug kann man mit Geld nicht bezahlen. Aber du hast die Möglichkeit, dort durch deinen Gedankendschungel hindurchzudringen. Dein Weg wird leichter, klarer und du sparst viel Zeit. Darum liebe ich YOGA.

Yoga bedeutet Verbindung. Verbindung mit dem Körper, der Seele und dem Geist. Das geht nur in der Präsenz. Deshalb wirst du bei mir im regulären Kurs selten eine zu sportliche oder akrobatische Variante finden, wie es in vielen modernen Yogaschulen der Fall ist. Grenzen dürfen sanft verschoben werden. Das passiert bei regelmäßigem Üben ganz automatisch. Es gibt auch Herausforderungen für jeden. Aber mal ganz ehrlich: höher, schneller, weiter . . . jetzt auch noch im Yoga? Freigelassen für die Olympiade? Spürst du da außer der Muskulatur noch was? Geht es wirklich nur um die Anerkennung von außen? Yoga ist viel mehr und zu kostbar für mich, als es zum Sport verkommen zu lassen. Jedem das Seine. Leben und leben lassen. Dafür gibt es auch eine Vielzahl von Yogalehrern und jeder kann für sich den Richtigen finden.

Zum Sport ist Yoga ein genialer Ausgleich. Da er die Muskeln, Sehnen, Bänder wieder verlängert. Gelenke werden geschmeidiger. Du wirst flexibler und verringerst das Verletzungsrisiko. Schmerzhafte Verklebungen der Faszien können aufgelöst werden und tiefe Muskulatur wird erreicht, was selten in regulären Sportarten der Fall ist. Deshalb finde ich es auch richtig gut, wenn Sportler Yoga nutzen. Und ich war überrascht, wie gut es bei den bisherigen Vereinen ankam, bei denen ich schon Yoga geben durfte.

Kraftaufbau finde ich für das Leben sehr wichtig. Im heutigen Leben brauchen wir Standvermögen und sollten gut geerdet sein, um sein Leben nach eigenen Vorstellungen zu meistern. Ich baue Kraft im längeren Halten der Positionen auf. So bekommen wir auch die Möglichkeit der absoluten Präsenz. Du beobachtest Dich in der Position, stellst die Muskulatur richtig ein, spürst wo du noch „nachziehen“ oder zurückgehen solltest, um Verletzungen zu verhindern. Nimmst Deine Atmung war und gibst dich der Stellung mit deiner inneren Präsenz hin. Da hat nicht ein Gedanke aus der Zukunft oder der Vergangenheit Platz.

Ebenso ist die Flexibilität des Körpers wichtig. Es macht die Hürden des Lebens leichter überwindbar. Harmoniesucht ist zwar schön, aber wirft dich total aus der Bahn, wenn es mal anders kommt. Dafür ist es wichtig, flexibel und gelassener zu werden.

Es macht mich glücklich, wenn mir Schüler erzählen, wie sie die Werkzeuge aus dem Yoga, sei es die Atmung oder Bewusstheit, mit in den Alltag nehmen.

Meine Absicht liegt darin den Schüler in’s JETZT zu begleiten. Wir überfahren sehr häufig und zu schnell rote Ampeln. Stress ist für mich der größte Auslöser für Krankheiten. Nebenbei ist es wirklich sehr erholsam, nicht alles zum Kampf zu machen und immer öfter über grün zu fahren. 😉

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